Düngebedarfsermittlung – einfach, digital & rechtssicher erstellen
Die Düngebedarfsermittlung ist für landwirtschaftliche Betriebe gesetzlich vorgeschrieben und muss nach den Vorgaben der Düngeverordnung erstellt werden. Sie bildet die fachliche und rechtliche Grundlage für jede zulässige Düngung mit Stickstoff und Phosphor.
Eine digitale Düngebedarfsermittlung erleichtert die Berechnung erheblich, reduziert Fehler und sorgt dafür, dass alle gesetzlichen Anforderungen zuverlässig eingehalten werden – vom ersten Rechenschritt bis zur Kontrolle.
Die Düngebedarfsermittlung muss vor der ersten Düngemaßnahme vorliegen und bei Kontrollen vollständig dokumentiert sein.
Was ist eine Düngebedarfsermittlung?
Die Düngebedarfsermittlung beschreibt die fachlich und rechtlich korrekte Berechnung des Nährstoffbedarfs einer Kultur auf einem bestimmten Schlag. Ziel ist es, Pflanzen bedarfsgerecht zu versorgen und gleichzeitig Umweltauflagen einzuhalten.
Berücksichtigt werden unter anderem Kulturart, Ertragserwartung, Bodenart, Vorfrucht, organische Düngung sowie Standortfaktoren. Das Ergebnis legt fest, wie viel Stickstoff (N) und Phosphor (P₂O₅) maximal ausgebracht werden dürfen.


Ist die Düngebedarfsermittlung gesetzlich vorgeschrieben?
Die Düngebedarfsermittlung ist keine freiwillige Maßnahme, sondern eine gesetzliche Pflicht nach der Düngeverordnung. Wer sie nicht oder fehlerhaft erstellt, riskiert Bußgelder, Kürzungen von Fördermitteln und Probleme bei Kontrollen.
Hier erfahren Sie, wann die Düngebedarfsermittlung vorgeschrieben ist, für welche Betriebe sie gilt und worauf besonders zu achten ist.
Düngebedarfsermittlung nach Düngeverordnung (DüV)
Ja – die Düngebedarfsermittlung ist nach der Düngeverordnung verpflichtend. Sie muss vor jeder ersten Düngung mit stickstoff- oder phosphorhaltigen Düngemitteln vorliegen.
Fehlt die Dokumentation oder ist sie fehlerhaft, drohen Bußgelder, Kürzungen bei Förderungen und Probleme bei Kontrollen.
Für welche Betriebe gilt die Pflicht?
Die Pflicht zur Düngebedarfsermittlung gilt für nahezu alle landwirtschaftlichen Betriebe, unabhängig von Betriebsgröße oder Bewirtschaftungsform – insbesondere für Ackerbau-, Futterbau- und Gemischtbetriebe.
Welche Daten werden für die Düngebedarfsermittlung benötigt?
Für eine korrekte Düngebedarfsermittlung müssen verschiedene Schlag-, Kultur- und Betriebsdaten berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem Bodenart, Ertragserwartung, Vorfrucht sowie Angaben zur organischen und mineralischen Düngung.
Welche Daten genau erforderlich sind und warum sie entscheidend für eine rechtssichere Düngebedarfsermittlung sind, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.
Anbauplanung & Flächenmanagement
Ertrag &
Vorfrucht
Organische &
mineralische Düngung

Düngebedarfsermittlung manuell, mit Excel oder digital?
Die Düngebedarfsermittlung kann manuell, mit Excel oder digital erstellt werden – jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Während Papier und Excel schnell an Grenzen stoßen, bieten digitale Lösungen mehr Sicherheit, Zeitersparnis und Aktualität bei gesetzlichen Vorgaben.
Welche Form der Düngebedarfsermittlung für Ihren Betrieb sinnvoll ist, zeigt der folgende Vergleich.
Grenzen von Papier & Excel
Manuelle Berechnungen und Excel-Vorlagen sind fehleranfällig, zeitintensiv und schwer aktuell zu halten. Änderungen in der Gesetzgebung oder Rechenlogik müssen selbst gepflegt werden – ein Risiko bei Prüfungen.
Vorteile einer digitalen Düngebedarfsermittlung
Digitale Lösungen führen automatisch durch alle Berechnungsschritte, berücksichtigen gesetzliche Vorgaben und dokumentieren revisionssicher. Änderungen werden zentral aktualisiert – ohne Mehraufwand für den Betrieb.
Düngebedarfsermittlung einfach digital erstellen
Eine digitale Düngebedarfsermittlung macht die Berechnung des Nährstoffbedarfs deutlich einfacher und sicherer. Statt komplexer Formeln und manueller Dokumentation führt Sie eine Software Schritt für Schritt durch alle erforderlichen Angaben und berücksichtigt automatisch die aktuellen gesetzlichen Vorgaben.
So erstellen Sie Ihre Düngebedarfsermittlung schnell, nachvollziehbar und prüfsicher.

Option A: Eine einfache Ackerschlagkartei nutzen
Mit der Plantivo Schlagkartei selbst rechnen
Mit einer digitalen Ackerschlagkartei erstellen Sie die Düngebedarfsermittlung direkt auf Schlagebene. Das System berechnet automatisch die zulässigen N- und P-Mengen und warnt, wenn Grenzwerte überschritten werden.

Für welche Betriebe ist eine digitale Düngebedarfsermittlung sinnvoll?
Eine digitale Düngebedarfsermittlung lohnt sich nicht nur für große Betriebe. Ob kleiner Familienbetrieb, wachsender Gemischtbetrieb oder Betrieb mit erhöhten Auflagen – überall dort, wo Zeit gespart, Fehler vermieden und Dokumentationspflichten sicher erfüllt werden müssen, bietet die digitale Lösung klare Vorteile. Für welche Betriebe sie besonders sinnvoll ist, zeigt der folgende Überblick.
Kleine, mittlere und große Betriebe
Unabhängig von der Betriebsgröße stellt die Düngebedarfsermittlung viele Betriebe vor ähnliche Herausforderungen. Eine digitale Lösung passt sich flexibel an kleine, mittlere und große Strukturen an und sorgt dafür, dass alle relevanten Vorgaben effizient und nachvollziehbar eingehalten werden.
Betriebe mit hoher Dokumentationspflicht
Je umfangreicher die Auflagen, desto wichtiger ist eine lückenlose und nachvollziehbare Dokumentation. Digitale Systeme unterstützen Betriebe dabei, alle Pflichtangaben strukturiert zu erfassen und jederzeit prüfsicher bereitzuhalten – ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Betriebe in roten Gebieten
In roten Gebieten gelten besonders strenge Vorgaben für die Düngung. Eine digitale Düngebedarfsermittlung hilft dabei, reduzierte Nährstoffobergrenzen sicher einzuhalten und Änderungen schnell zu berücksichtigen – ein entscheidender Vorteil bei Kontrollen und Nachweisen.



